Rückstauautomat
Seit meiner Kindheit weiss ich, dass wir in der Garageneinfahrt einen kleinen Schacht mit einem Handrad haben, welcher dazu dient die Kanalisationsleitung des Untergeschosses unseres Hauses abzusperren. Vorallem im Sommer bei Gewitter kann es vorkommen, dass der (zu)viele Regen von der Kanalisation zurück in unser Haus fliesst. Warum genau ist nicht restlos geklärt. Wahrscheinlich eine Kombination aus zuweni Gefälle zwischen UG und Kanalisation und zu kleinen Rohren in der Kanalisation in unserer Strasse. Warum auch immer, im Sommer ist daher dieser Schieber grundsätzlich geschlossen.
An und für sich ist das kein Problem ... ihr ahnt das "aber" ... in der Zwischenzeit haben wir eine Wasserenthärtungsanlage, welche einmal in der Woche regeneriert und dadurch Abwasser genereiert als auch die Waschmaschine und seit März 2020 (Beginn HomeOffice) die öfters benutzte Toilette. Somit muss der Absperrschieber zwischendurch auch geöffnet werden. Der Schieber ist aber alt (man bedenke mein Alter und den Umstand, dass dieser Schieber bereits VOR mir da war) und die Bedienung des Handrades wird auch von Jahr zu Jahr mühsamer. Nicht, weil ich weniger Kraft hätte, sondern weil sich das Rad trotz regelmässiger Schmierung immer schlechter drehen lässt. Zudem ist das manuelle Öffnen und Schliessen auch mühsam...
Bereits seit längerer Zeit beschäftigte ich mich damit wie man das Problem "einfach" lösen könnte. Ich dachte dabei primär an Eigenbaulösungen wie ein Motor auf das Rad zu setzen, welches aber an diversen Problemen wie Wasserdichtigkeit, notwendige Elektronik der Endlagenerfassung sowie kleiner Bauart bei erwähnter höherer Kraft, scheiterte. Somit entschied ich mich schlussendlich dazu ein fertiges Produkt der Firma Kessel, den Rückstauautomaten FKA Comfort zu installieren.
 | So sah die Einfahrt mit dem alten Schacht aus. Nicht wirklich spektakulär ... |
 | Sobald der Deckel abgehoben wird sieht man direkt in die Kanalisation. An diesem Handrad konnte der Schieber geöffnet / geschlossen werden. |
 | Während den Abbrucharbeiten des alten Schachtes kamen (wie bei alten Häusern üblich) Überraschungen zu Tage. So war nebst einer Abwasserleitung plötzlich auch die Leitung des Erdgeschosses und des Dachablaufs da. Dies erfoderte etwas Kreativität im Verlegen der Leitungen. |
 | Die Arbeiter der Firma Schürch AG aus Lyss konnten die zusätzlichen Leitungen aber so verlegen, dass dem Einbau des eigentlichen Rückstauautomaten (weisse Kiste) nichts mehr im Weg steht. |
 | Der Rückstauautomat muss natürlich auch erreichbar sein, daher wird ein neuer Schacht gesetzt. |
 | Die gesamte Baustelle im Bild. |
 | Nachdem das Loch zugeschüttet, die Verbundsteine wieder eingesetzt und der neue (grössere) Schachtdeckel gesetzt war, sieht man von den Arbeiten kam noch etwas. Da der Rückstauautomat auch Kabel hat (Sonde und Motor) musste die bestehende Elektroleitung durch einen kleinen Kanal ersetzt werden. |
 | Das Steuergerät habe ich in der Garage montiert. Leider sind die Kessel-Produkte derzeit nicht so Hausautomations-freundlich. So hat diese Steuerung keinen Eingang um von extern den Schliessvorgang einzuleiten um bsp. bei erkanntem Starkregen bereits die Klappe schliessen zu können. Einzig einen potentialfreien Relaiskontakt ist eingebaut, welchen man aber erst für Fr. 200.- freischalten lassen muss um dann aber lediglich Störungen anzeigt zu bekommen und nicht den Zustand der elektrischen Klappe. Gesprächsversuche endeten damit, dass die Steuerung unter Geschäftsgeheimnis läuft und absolut keine Informationen oder Hilfestellungen geboten werden. Eigentlich ein Grund diese Firma zu meiden, aber leider war dies aus Mangel an Alternativen nicht möglich... Nun gut, ich hab' da so eine Idee, wie ich die Klappenposition in IP-Symcon darstellen kann. Der Motor bewegt ja mechanisch einen Hebel. Und wer sagt, dass ich an diesen Hebel keinen Magnetkontakt montieren kann ? :-) Bevor ich das aber realisiere muss sich die Steuerung im "Normalbetrieb", also bei Gewitter bewähren. Warum mich der Zustand der Klappe interessiert ? Nun, da sich diese Klappe im Untergeschoss befindet, ist da noch eine Badewanne, eine Dusche mit Toilette, die Waschmaschine und die Wasserenthärtungsanlage angeschlossen. Soweit sogut, es wäre doch praktisch, wenn die Hausautomation den Zustand kennt und entsprechend visualisiert. Oder weitergehend dann bsp. den Strom der Waschmaschine abschaltet sobald die Klappe geschlossen wird. Aber eine Idee, wie ich die Klappe von extern schliessen lassen kann, habe ich leider noch nicht. Vielleicht kennt ja jemand eine Lösung ? Dann bitte melden ... |
Überwachung Abwasserschacht
Wie immer, wenn man irgend an einer Ecke etwas anfasst, sieht man auch gleich Potential für weitere Verbesserungen. Zwei Fotos weiter oben sind drei Schachtdeckel zu sehen. Derjenige ganz rechts ist ein Abwasserschacht in welchem das Oberflächenwasser der Garageneinfahrt gesammelt wird. Da dort ebenfalls das Problem mit dem niedrigen Gefälle zur Kanalisation ist, wurde schon vor Jahren (oder seit immer) eine Pumpe mit Schwimmer installiert. Diese schaltet sich ein, sobald das Niveau zu hoch ist und pumpt das Abwasser in die Kanalisation. Was aber, wenn diese Pumpe eines Tages aussteigt ?
Da die Stromzuführung zu dieser Pumpe ohnehin mit einem grösseren Kanal ersetzt werden musste, lag es auf der Hand hier auch gleich einen Sensor zu verbauen. Sollte das Niveau zu hoch steigen wird die Hausautomation benachrichtigt und dadurch auch ich.
 | In der Bildmitte ist der neue bläuliche Sensor zu sehen. Steigt das Wasser bis zu ihm, wird entsprechend alarmiert. Der Sensor selber ist ein einfacher Schwimmerschalter, welcher es für wenig Geld bsp. bei Conrad zu erwerben gibt. Der weisse Regalwinkel ist vielleicht etwas speziell, aber ich hatte den gerade noch übrig... und passt ja perfekt. |
 | Und natürlich darf die Visualisierung in meiner Hausautomation nicht fehlen... :-)
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